Fototagebuch: Vorbereitung auf die Hannover Sevens
Es sind die letzten Tage vor der Europameisterschaft. Die deutsche Frauennationalmannschaft ist inzwischen geschlossen in Hannover und bereitet sich dort auf die Europameisterschaft vor. Während die Tagesabläufe der Frauen zwar vom Training mit dem Ball geprägt werden, gibt es auch immer wieder Abwechslung auf der sportlichen Speisekarte. Ob auf dem Rasen, dem Wasser oder in den Bäumen - mit einigen Fotos präsentieren die Spielerinnen uns Tag für Tag einige ihrer Highlights.
Mittwoch, 8. Juli 2009
Ein Bild aus jeder der drei Trainingseinheiten am heutigen Mittwoch. Die kurzen Erläuterungen haben Anna Breitenfeld und Lisa Maral verfasst.
Ein wichtiger Bestandteil unseres heutigen Trainings war das Ballhandling in spielnahen Situationen (hier: Anna Breitenfeld).
In der zweiten Einheit stand das Training der Standards im Vordergrund. Zum Beispiel das Gedränge. So gehen wir gut gerüstet in den Wettkampf.
Vor dem Start zur Drachenbootfahrt, die uns als Team noch mehr zusammengeschweist hat. Das Rennen auf dem Maschsee war super anstrengend, hat aber auch viel Spaß gebracht.
Fotos von: Regina Schuster und Susanne Wiedemann
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Dienstag, 7. Juli 2009
Heute haben die Spielerinnen einige Fotos vom Training geschickt - Jana Eisenbeiß und Svetlana Hess haben sie kommentiert.
Das Handlings spielt im 7er-Rugby eine besonders große Rolle. Daher trainieren wir unsere Ballsicherheit mit den unterschiedlichsten Übungen.
Laufschule...die richtige Lauftechnik will gelernt sein.
Passtraining - Hier üben wir Körpertäuschungen, denn nicht nur Ballhandling ist wichtig, sondern auch, den Gegner in die falsche Richtung zu schicken. Noch sind es nur Hütchen, am Wochenende wollen wir an den Gegnerinnen auf dem Feld vorbei.
Fotos von: Regina Schuster und Susanne Wiedemann
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Montag, 6. Juli 2009
Teambuilding: Als Gruppe zusammen wachsen. Damit begann im Hochseilgarten der Vorbereitungslehrgang fünf Tage vor der Europameisterschaft. Die Spielerinnen Anna Breitenfeld und Marina Apfel haben ihre Lieblingsbilder kommentiert!
Gespannte Blicke nach oben - Vertrauen in die Mitspielerinnen ist die Basis, die Herausforderung anzunehmen. (v.l. Moa Wejle, Marina Apfel, Corinna Völker, Jana Eisenbeiß)
Auf der "Jakobsleiter" - Mit Mut und Ideenreichtum mussten wir Abstände von bis zu 1.80m überwinden (auf der "Jakobsleiter" v.l.: Alysha Stone, Svetlana Hess. Beim Sichern v.l.: Anna Breitenfeld, Lisa Maral, Jenny Naruhn, Susanne Wiedemann).
Jenny Naruhn beim Sprung - Individuelle Entschlossenheit ist beim Sprung in fünf Metern Höhe gefordert.
Überwindung und Adrenalin pur: Der Sprung aus 14 Metern Höhe.
Mannschaftsbild: v.l. Hochseiltrainer Jan und Sigrun, Alysha Stone, Jana Eisenbeiß, Manuela Wiedemann, Jenny Naruhn, Jana Eisenbeiß, Lisa Maral, Brenda Weinel, Dana Teagarden, Marina Apfel, Corinna Völker, Svetlana Hess, Ninja Duri, Anna Breitenfeld
Fotos von: Regina Schuster und Susanne Wiedemann
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15er-EM: Spielbericht Deutschland - Schweden
Das letzte, aber mit Abstand beste Spiel der deutschen Nationalmannschaft der EM 2009 fand am 23. Mai 2009 gegen die Gastgeberinnen selbst statt. Die Teams trafen im Stockholm Stadion aufeinander, nachdem sich die Schwedinnen bereits mit Siegen über Italien und Spanien für die WM 2010 qualifiziert hatten. Deutschland zeigte eine wiederum verbesserte Leistung in der Verteidigung und erstmalig waren auch schnelle Bälle im Angriff möglich. Hierbei ist eine überragende Leistung von Andrea Beckenbach zu erwähnen, die die schnellen Angriffe sicher eingeleitet hat. Lücken in der gegnerischen Verteidigung konnten genutzt werden um Meter zu gewinnen, und in der 31. Spielminute konnten endlich die ersten Punkte für Deutschland erzielt werden (Versuch Marina Apfel, #14). Ausser einem gelungenen Straftritt in der 43. Minute (wiederum Marina Apfel) konnten allerdings leider keine weiteren Punkte erzielt werden. Die Deutschen waren den Schweden in konditioneller Hinsicht unterlegen, waren zu langsam bei der Unterstützung an den Fixationsphasen und hatten Mühe mit der Orientierung an der gegnerischen Organisation. Es gelang den Schwedinnen dadurch öfters durch die deutsche Verteidigungslinie zu brechen und Versuche zu legen. Spielstand nach 2x40 Minuten: Deutschland 8 – Schweden 36 (Halbzeitstand 5-19).
Trotzdem: überragend kämpferische Leistungen wie jene von Simone Otto, Caroline Müllenbroich, Svetlana Hess, Corinna Völker oder Marina Apfel liessen sehen, dass Deutschland Potential hat für mehr. Zum Abschluss der EM 2009 haben die deutschen Spielerinnen ihrem Publikum also doch noch zeigen können, wie Frauenrugby in Deutschland gespielt wird... kämpfend bis zum Ende!
Aufstellung:
Mittelstädt, Cole (Stamos 55min), Wagner, Otto, Köhler, Ripperger (41min Schwinn), Müllenbroich, Neubert (70min Straub), Beckenbach, Hess, Stolz (Cless war eigentlich gesetzt, hatte sich aber in der Erwärmung verletzt), Stone, Völker, Apfel, Durst (Kapitänin).
Trotzdem: überragend kämpferische Leistungen wie jene von Simone Otto, Caroline Müllenbroich, Svetlana Hess, Corinna Völker oder Marina Apfel liessen sehen, dass Deutschland Potential hat für mehr. Zum Abschluss der EM 2009 haben die deutschen Spielerinnen ihrem Publikum also doch noch zeigen können, wie Frauenrugby in Deutschland gespielt wird... kämpfend bis zum Ende!
Aufstellung:
Mittelstädt, Cole (Stamos 55min), Wagner, Otto, Köhler, Ripperger (41min Schwinn), Müllenbroich, Neubert (70min Straub), Beckenbach, Hess, Stolz (Cless war eigentlich gesetzt, hatte sich aber in der Erwärmung verletzt), Stone, Völker, Apfel, Durst (Kapitänin).
geschrieben von: Evelyne Hesse
Mo, 15.6.2009
_______________________________________________________________________________________________________________Deutsche 7er-Frauen trainieren für Hannover Sevens
Vor etwas mehr als einer Woche kehrten die deutschen 7er-Frauen von den Amsterdam Sevens heim. Gut sechs Wochen vor der Europameisterschaft läuft damit bereits die „heiße Phase“ der Vorbereitung auf die Hannover Sevens. Während der überwiegende Teil ihrer Vereinskolleginnen die Bundesligasaison mit Sommerturnieren ausklingen lässt, bereiten sich die Nationalmannschaftsspielerinnen auf die Europameisterschaft am 11. und 12. Juli in Hannover vor - einzeln und als Team.
Trainerin Susanne Wiedemann beobachtet die Entwicklung der Frauen optimistisch „Es macht Spaß mit diesem Team zu arbeiten. Die Spielerinnen reagieren schnell, setzen Verbesserungsvorschläge gut um und der Lerneffekt in der kurzen Zeit ist erstaunlich.“
Als Team werden die Spielerinnen vor dem Saisonhöhepunkt noch zweimal die Gelegenheit haben, sich auf die anstehenden Aufgaben vorzubereiten. Beim Regionalligaturnier in Rottweil am 31. Mai 2009 wird die Mannschaft außer Konkurrenz starten. Susanne Wiedemann möchte die Gelegenheit nutzen, der Mannschaft weitere Spielerfahrung zu ermöglichen, auch wenn sie – bedingt durch deren Einsatz für ihren Verein – auf einige Spielerinnen verzichten müssen wird. „Besser können die Frauen nicht lernen mit anspruchsvollen Spielsituationen wie z.B. dem Aufrecht erhalten der Verteidigung auch in der zweiten und dritten Angriffsphase des Gegners umzugehen.“ Am dritten Juniwochenende tritt außerdem eine Nachwuchsmannschaft bei der offenen deutschen 7er-Meisterschaft an.
Intensiv geht es unmittelbar vor den Hannover Sevens weiter: Bereits eine Woche vor der Europameisterschaft werden die Spielerinnen zur gemeinsamen Vorbereitung in Hannover eintreffen: Auch wenn so kurz vor wichtigen Spielen der Schwerpunkt auf dem Rugbytraining liegt, wird es auch wieder Trainingseinheiten geben, die nicht auf dem Spielfeld stattfinden. Nachdem es beim Camp an Ostern in Heidelberg zu Aquajogging und Coretraining ging, bleibt bis zuletzt spannend, von welchen neuen Bewegungsabläufen die Spielerinnen diesmal erzählen werden. Aber auch die Theorie wird nicht vernachlässigt: Unter der erfahrenen Leitung von Kerstin Ljungdahl werden alle Spielerinnen den IRB Level 1-Lehrgang absolvieren.
Die Umsetzung des Trainierten und Gelernten gibt es kurz darauf zu sehen: Auch wenn die Gegner Deutschlands bei der Europameisterschaft noch nicht feststehen, verspricht die Liste der teilnehmenden Mannschaften spannende und abwechslungsreiche Spiele bei den Hannover-Sevens, wo sich die deutschen Frauen über viele Fans und Unterstützer freuen!
Trainerin Susanne Wiedemann beobachtet die Entwicklung der Frauen optimistisch „Es macht Spaß mit diesem Team zu arbeiten. Die Spielerinnen reagieren schnell, setzen Verbesserungsvorschläge gut um und der Lerneffekt in der kurzen Zeit ist erstaunlich.“
Als Team werden die Spielerinnen vor dem Saisonhöhepunkt noch zweimal die Gelegenheit haben, sich auf die anstehenden Aufgaben vorzubereiten. Beim Regionalligaturnier in Rottweil am 31. Mai 2009 wird die Mannschaft außer Konkurrenz starten. Susanne Wiedemann möchte die Gelegenheit nutzen, der Mannschaft weitere Spielerfahrung zu ermöglichen, auch wenn sie – bedingt durch deren Einsatz für ihren Verein – auf einige Spielerinnen verzichten müssen wird. „Besser können die Frauen nicht lernen mit anspruchsvollen Spielsituationen wie z.B. dem Aufrecht erhalten der Verteidigung auch in der zweiten und dritten Angriffsphase des Gegners umzugehen.“ Am dritten Juniwochenende tritt außerdem eine Nachwuchsmannschaft bei der offenen deutschen 7er-Meisterschaft an.
Intensiv geht es unmittelbar vor den Hannover Sevens weiter: Bereits eine Woche vor der Europameisterschaft werden die Spielerinnen zur gemeinsamen Vorbereitung in Hannover eintreffen: Auch wenn so kurz vor wichtigen Spielen der Schwerpunkt auf dem Rugbytraining liegt, wird es auch wieder Trainingseinheiten geben, die nicht auf dem Spielfeld stattfinden. Nachdem es beim Camp an Ostern in Heidelberg zu Aquajogging und Coretraining ging, bleibt bis zuletzt spannend, von welchen neuen Bewegungsabläufen die Spielerinnen diesmal erzählen werden. Aber auch die Theorie wird nicht vernachlässigt: Unter der erfahrenen Leitung von Kerstin Ljungdahl werden alle Spielerinnen den IRB Level 1-Lehrgang absolvieren.
Die Umsetzung des Trainierten und Gelernten gibt es kurz darauf zu sehen: Auch wenn die Gegner Deutschlands bei der Europameisterschaft noch nicht feststehen, verspricht die Liste der teilnehmenden Mannschaften spannende und abwechslungsreiche Spiele bei den Hannover-Sevens, wo sich die deutschen Frauen über viele Fans und Unterstützer freuen!
geschrieben von: Katharina Oebbecke
Do, 28.5.2009
_______________________________________________________________________________________________________________Do, 28.5.2009
DRV-Frauen unterliegen Italien 47:0
Im zweiten EM-Spiel der Nationalmannschaft in Schweden ist das deutsche Team trotz guter Verteidigungsarbeit auch Gegner Italien deutlich unterlegen. Die Italienerinnen waren das bessere Team – das lässt sich nicht leugnen. Von Anfang an machten die Frauen aus dem Süden Europas viel Druck. Die auch im Vorfeld klaren Favoriten zeigten auch bei starkem Regen durchgehend das stärkere Spiel.
Doch auch die deutschen Frauen, die sich besser präsentierten als im Spiel gegen Spanien, brauchen sich für ihre Leistung nicht zu verstecken. Gegen einen Gegner, der durch die Teilnahme an den Six Nations 2009 schon viel internationale Spielpraxis sammeln konnte, haben sie nach Kräften gegengehalten. Zwar gelang es Italien – ebenso wie im ersten EM-Spiel Spanien – bereits in den ersten Minuten durch einen Straftritt zu punkten. Eine Wiederholung folgte kurz darauf, als Italiens Nummer 10 erneut einen Straftritt verwandelte. Doch anders als im letzten Spiel gelang es den Italienerinnen zunächst nicht einen Versuch zu legen; bis zur 25. Minute hielten die deutschen Frauen ihr Malfeld sauber.
Leider gelangen die eigenen Angriffe unserem Team – im Gegensatz zur Verteidigungsarbeit – nicht gut. Deutschland konnte nur schwer die eigenen Bälle kontrollieren. Hinzu kamen Fehler im Timing und beim Passen. Gleichzeitig sicherte sich Deutschland zwar souverän die eigenen Gassen, hatte jedoch Schwierigkeiten im Gedränge gegen die starken Italienerinnen zu bestehen. Diese Probleme führten dazu, dass Italien in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit mehrmals den Ball von dem angreifenden deutschen Team zurück erobern und ins deutsche Malfeld tragen konnte. Nach insgesamt drei Versuchen der Italienerinnen ist der Halbzeitstand 23:0.
Die zweite Halbzeit begann mit Einwechslungen: Auf der deutschen Seite kamen Veronika Stamos und Maike Köhler für Kiki Wagner und Bettina Augner aufs Feld. In der Folge standen die deutschen Gedränge stabil und es gelang Deutschland sogar vereinzelt Bälle zu erobern. Doch Italien hielt den Druck aufrecht und die physische und spielerische Überlegenheit der Italienerinnen machte sich mehr und mehr bemerkbar. Es gelang ihnen mit fortlaufendem Ansturm bis etwa zur Mitte der zweiten Halbzeit vier Versuche zu legen.
Während die deutschen Frauen im Laufe der zweiten Halbzeit im Angriff vollständig zum Kickspiel übergegangen waren um Raum zu gewinnen, fanden sie schließlich auch zu einer starken Verteidigungsarbeit zurück. Das letzte Viertel des Spieles konnten sie sich so jedes weiteren Gegenversuchs der verdient deutlich gewinnenden Italienerinnen erwehren.
Doch trotz des Erfolges, war es kein Freudentag für die Italienerinnen: Kurz nachdem sie gegen Deutschland gewonnen hatten, siegte im zweiten Spiel des Pools Schweden gegen Spanien 11:6. Damit kann auch ein Sieg in der spanisch-italienischen Begegnung am Freitag keinem der daran beteiligten beiden Teams noch zur Tabellenführung verhelfen. Dadurch dass sie beide bereits gegen die Gastgeberinnen verloren haben, haben die Schwedinnen sich unabhängig vom Ausgang der letzten Spiele frühzeitig und unerwartet die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2010 erkämpft.
Doch sie werden nach den zwei überragend gespielten Spielen ihr Abschlussspiel in der Hauptstadt nutzen wollen, um ihre Fans im Spiel gegen Deutschland erneut zu begeistern. Die deutschen Frauen gewannen im November vergangenen Jahres erstmals seit elf Jahren gegen die Frauen aus Schweden. Und das bei einem 12:3 Endstand ohne einen Gegenversuch der Schwedinnen. Doch nach der beeindruckenden Leistung von Schweden bei dieser EM scheinen die Karten neu gemischt. Die Vorzeichen für das Spiel, das am Samstag um 15:00 Uhr in Stockholm angepfiffen wird, sind diesmal ganz anders.
Für Deutschland spielten:
Juliane Mittelstädt, Marlene Lorenz, Kirstin Wagner (41. Veronika Stamos), Simone Otto, Bettina Augner (41. Maike Köhler), Vanessa Ripperger, Antje Becker (55. Elisa Schwinn), Tabea Neubert (60. Sonja Cole), Caroline Müllenbroich, Andrea Beckenbach, Eva Cless (65. Alina Stolz), Svetlana Hess, Marina Apfel, Corinna Völker, Tina Durst
Doch auch die deutschen Frauen, die sich besser präsentierten als im Spiel gegen Spanien, brauchen sich für ihre Leistung nicht zu verstecken. Gegen einen Gegner, der durch die Teilnahme an den Six Nations 2009 schon viel internationale Spielpraxis sammeln konnte, haben sie nach Kräften gegengehalten. Zwar gelang es Italien – ebenso wie im ersten EM-Spiel Spanien – bereits in den ersten Minuten durch einen Straftritt zu punkten. Eine Wiederholung folgte kurz darauf, als Italiens Nummer 10 erneut einen Straftritt verwandelte. Doch anders als im letzten Spiel gelang es den Italienerinnen zunächst nicht einen Versuch zu legen; bis zur 25. Minute hielten die deutschen Frauen ihr Malfeld sauber.
Leider gelangen die eigenen Angriffe unserem Team – im Gegensatz zur Verteidigungsarbeit – nicht gut. Deutschland konnte nur schwer die eigenen Bälle kontrollieren. Hinzu kamen Fehler im Timing und beim Passen. Gleichzeitig sicherte sich Deutschland zwar souverän die eigenen Gassen, hatte jedoch Schwierigkeiten im Gedränge gegen die starken Italienerinnen zu bestehen. Diese Probleme führten dazu, dass Italien in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit mehrmals den Ball von dem angreifenden deutschen Team zurück erobern und ins deutsche Malfeld tragen konnte. Nach insgesamt drei Versuchen der Italienerinnen ist der Halbzeitstand 23:0.
Die zweite Halbzeit begann mit Einwechslungen: Auf der deutschen Seite kamen Veronika Stamos und Maike Köhler für Kiki Wagner und Bettina Augner aufs Feld. In der Folge standen die deutschen Gedränge stabil und es gelang Deutschland sogar vereinzelt Bälle zu erobern. Doch Italien hielt den Druck aufrecht und die physische und spielerische Überlegenheit der Italienerinnen machte sich mehr und mehr bemerkbar. Es gelang ihnen mit fortlaufendem Ansturm bis etwa zur Mitte der zweiten Halbzeit vier Versuche zu legen.
Während die deutschen Frauen im Laufe der zweiten Halbzeit im Angriff vollständig zum Kickspiel übergegangen waren um Raum zu gewinnen, fanden sie schließlich auch zu einer starken Verteidigungsarbeit zurück. Das letzte Viertel des Spieles konnten sie sich so jedes weiteren Gegenversuchs der verdient deutlich gewinnenden Italienerinnen erwehren.
Doch trotz des Erfolges, war es kein Freudentag für die Italienerinnen: Kurz nachdem sie gegen Deutschland gewonnen hatten, siegte im zweiten Spiel des Pools Schweden gegen Spanien 11:6. Damit kann auch ein Sieg in der spanisch-italienischen Begegnung am Freitag keinem der daran beteiligten beiden Teams noch zur Tabellenführung verhelfen. Dadurch dass sie beide bereits gegen die Gastgeberinnen verloren haben, haben die Schwedinnen sich unabhängig vom Ausgang der letzten Spiele frühzeitig und unerwartet die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2010 erkämpft.
Doch sie werden nach den zwei überragend gespielten Spielen ihr Abschlussspiel in der Hauptstadt nutzen wollen, um ihre Fans im Spiel gegen Deutschland erneut zu begeistern. Die deutschen Frauen gewannen im November vergangenen Jahres erstmals seit elf Jahren gegen die Frauen aus Schweden. Und das bei einem 12:3 Endstand ohne einen Gegenversuch der Schwedinnen. Doch nach der beeindruckenden Leistung von Schweden bei dieser EM scheinen die Karten neu gemischt. Die Vorzeichen für das Spiel, das am Samstag um 15:00 Uhr in Stockholm angepfiffen wird, sind diesmal ganz anders.
Für Deutschland spielten:
Juliane Mittelstädt, Marlene Lorenz, Kirstin Wagner (41. Veronika Stamos), Simone Otto, Bettina Augner (41. Maike Köhler), Vanessa Ripperger, Antje Becker (55. Elisa Schwinn), Tabea Neubert (60. Sonja Cole), Caroline Müllenbroich, Andrea Beckenbach, Eva Cless (65. Alina Stolz), Svetlana Hess, Marina Apfel, Corinna Völker, Tina Durst
geschrieben von: Katharina Oebbecke
Do, 21.5.2009
_______________________________________________________________________________________________________________Do, 21.5.2009
7er-Frauen erfolgreich bei Amsterdam Sevens
Das 7er-Team bei den Amsterdam Sevens © Regina Schuster
Bei ihrem ersten internationalen Einsatz in diesem Jahr haben die deutschen 7er-Frauen am letzten Wochenende gezeigt was in ihnen steckt. Mit einem vierten Platz bei den Amsterdam Sevens, einem der größten Siebenerrugby-Turniere der Welt, haben sie sich beeindruckend präsentiert.
Und dabei begann das Wochenende für die deutschen 7er-Frauen wie für die meisten anderen Deutschen auch: Mit Regen. Der machte zunächst sogar den Übungsplatz für das letzte gemeinsame Training vor dem Turnier unbespielbar, so dass die Mannschaft kurzerhand in den nächstgelegenen Park weiterzog um sich gemeinsam für das Wochenende einzuspielen.
Am Samstag Morgen war es dann soweit: Das erste Spiel des Nationalteams in diesem Jahr vor internationaler Kulisse. Das Turnier war bewusst gewählt – die Frauen suchten die Gelegenheit sich starken Gegnern zu stellen. Einerseits um Erfahrung zu sammeln – andererseits um einige Wochen vor den Hannover Sevens zu zeigen, was sie bisher schon gelernt hatten. Und genau damit begannen sie im ersten Spiel. Gegen die Gastgeberinnen, die Frauen von AAC Amsterdam, zeigte sich das deutsche Team stark und wurde mit einem 45:0 Sieg belohnt.
Das nächste Spiel war sicher das unglücklichste Spiel des Tages. Nach einem verhaltenen Start, gelang es der Mannschaft sich gegenüber den „Corsolettes“, einem internationalen Einladungsteam, in Führung zu spielen. Doch Moa Wejle und Agnes Korsakas verletzten sich und da bereits alle Auswechslungen ausgeschöpft waren, musste die Mannschaft in Unterzahl das Spiel beenden und verlor unglücklich 26:33.
Neuen Auftrieb gaben das dritte und vierte Spiel: Vor allem die konsequente Verteidigungsarbeit unserer Frauen, mit der sie die italienischen Ballträgerinnen immer wieder in die Zange nahmen, führte zu einem 47:0-Sieg. Und obwohl die Kraft langsam nachließ, konnte die deutsche Siebener auch im vierten der fünf Samstagsspiele gewinnen (35:0).
Im letzten Spiel des Tages ging es gegen die „Wooden Spoon Women“, die Zweitplatzierten des Vorjahres und ein Team mit englischen National- und Exnationalspielerinnen, auf den Platz. Die Wooden Spoon lieferten den deutschen Frauen einen Anhaltspunkt dafür, an was für Gegner es sich heranzuarbeiten gilt. Doch obwohl unsere Mannschaft mit 47:7 unterlag, war dies ihr wohl stärkstes Spiel. Trotz Erschöpfung spielten sie gut „sortiert“ und es gelang den Frauen als einziges Team des Tages gegen die Wooden Spoon Women zu punkten: Kapitänin Jana Eisenbeiß krönte einen gelungenen 35 Meter-Sprint mit einem Versuch.
Die insgesamt guten Samstagsergebnisse brachten dem deutschen Team die Möglichkeit sich auch am Sonntag weiter nach oben zu spielen. Im Viertelfinale nutzten sie die Gelegenheit: Das Team startete konzentriert gegen „Susis Valkyries“, eine gelbe Karte wegen mehrfachen Blockierens hielt die deutschen Frauen nicht davon ab in Unterzahl ihren ersten Versuch zu legen. Mit guter Organisation und weit herausgespielten Bällen gelang es ihnen sich mit einem 24:0 Endstand für das Halfinale zu qualifizieren.
Dort traf die Mannschaft erneut auf die „Wooden Spoon Ladies“, die Mannschaft gegen die sie sich – wie am Vortag – nicht durchsetzen konnte. Mit einem eindeutigen 59:0 endete das Spiel. Nicht nur dass die deutschen Frauen durch vier Verletzungen mit insgesamt geschwächtem Kader das Turnier beendete. Insgesamt zeigte sich hier trotz Einsatzfreude und passender Einstellung erneut die fehlende gemeinsame und internationale Spielerfahrung.
Dies sieht auch Trainerin Susanne Wiedemann „Es ist klar, dass es noch weitere Meilensteine zu erreichen gibt. Der Weg dorthin führt für dieses Team über Spielerfahrung, die Mannschaft muss die Gelegenheit bekommen noch weiter zu wachsen." Doch auch wenn sie als Trainerin immer auch das Verbesserungspotential sieht, ist Susanne Wiedemann mit der Leistung der Mannschaft am vergangenen Wochenende mehr als zufrieden „Die Mannschaft hat sich in sehr kurzer Zeit ausgezeichnet entwickelt. Vor allem die hohe Flexibilität, Konzentration und Anpassungsfähigkeit der Mannschaft stimmte während des gesamten Wochenendes und hat mich immer wieder überzeugt.“
Es spielten (Foto v.l.n.r. beginnend mit den stehenden Spielerinnen): Agnes Korsakas (SC Neuenheim), Friederike Kempter (Heidelberger RK), Kirsten Schwekendiek (FT Adler Kiel), Hanna Roeloffs (FT Adler Kiel), Sonja Schumacher (FC St. Pauli), Moa Wejle (Stockholm), Brenda Weinel (ASV Köln), Ninja Duri (FC St. Pauli), Jana Eisenbeiß (Heidelberger RK), Manuela Wiedemann (FC St. Pauli), Anna Bretenfeld (FC St. Pauli), Jenny Naruhn (RU Marburg)
Und dabei begann das Wochenende für die deutschen 7er-Frauen wie für die meisten anderen Deutschen auch: Mit Regen. Der machte zunächst sogar den Übungsplatz für das letzte gemeinsame Training vor dem Turnier unbespielbar, so dass die Mannschaft kurzerhand in den nächstgelegenen Park weiterzog um sich gemeinsam für das Wochenende einzuspielen.
Am Samstag Morgen war es dann soweit: Das erste Spiel des Nationalteams in diesem Jahr vor internationaler Kulisse. Das Turnier war bewusst gewählt – die Frauen suchten die Gelegenheit sich starken Gegnern zu stellen. Einerseits um Erfahrung zu sammeln – andererseits um einige Wochen vor den Hannover Sevens zu zeigen, was sie bisher schon gelernt hatten. Und genau damit begannen sie im ersten Spiel. Gegen die Gastgeberinnen, die Frauen von AAC Amsterdam, zeigte sich das deutsche Team stark und wurde mit einem 45:0 Sieg belohnt.
Das nächste Spiel war sicher das unglücklichste Spiel des Tages. Nach einem verhaltenen Start, gelang es der Mannschaft sich gegenüber den „Corsolettes“, einem internationalen Einladungsteam, in Führung zu spielen. Doch Moa Wejle und Agnes Korsakas verletzten sich und da bereits alle Auswechslungen ausgeschöpft waren, musste die Mannschaft in Unterzahl das Spiel beenden und verlor unglücklich 26:33.
Neuen Auftrieb gaben das dritte und vierte Spiel: Vor allem die konsequente Verteidigungsarbeit unserer Frauen, mit der sie die italienischen Ballträgerinnen immer wieder in die Zange nahmen, führte zu einem 47:0-Sieg. Und obwohl die Kraft langsam nachließ, konnte die deutsche Siebener auch im vierten der fünf Samstagsspiele gewinnen (35:0).
Im letzten Spiel des Tages ging es gegen die „Wooden Spoon Women“, die Zweitplatzierten des Vorjahres und ein Team mit englischen National- und Exnationalspielerinnen, auf den Platz. Die Wooden Spoon lieferten den deutschen Frauen einen Anhaltspunkt dafür, an was für Gegner es sich heranzuarbeiten gilt. Doch obwohl unsere Mannschaft mit 47:7 unterlag, war dies ihr wohl stärkstes Spiel. Trotz Erschöpfung spielten sie gut „sortiert“ und es gelang den Frauen als einziges Team des Tages gegen die Wooden Spoon Women zu punkten: Kapitänin Jana Eisenbeiß krönte einen gelungenen 35 Meter-Sprint mit einem Versuch.
Die insgesamt guten Samstagsergebnisse brachten dem deutschen Team die Möglichkeit sich auch am Sonntag weiter nach oben zu spielen. Im Viertelfinale nutzten sie die Gelegenheit: Das Team startete konzentriert gegen „Susis Valkyries“, eine gelbe Karte wegen mehrfachen Blockierens hielt die deutschen Frauen nicht davon ab in Unterzahl ihren ersten Versuch zu legen. Mit guter Organisation und weit herausgespielten Bällen gelang es ihnen sich mit einem 24:0 Endstand für das Halfinale zu qualifizieren.
Dort traf die Mannschaft erneut auf die „Wooden Spoon Ladies“, die Mannschaft gegen die sie sich – wie am Vortag – nicht durchsetzen konnte. Mit einem eindeutigen 59:0 endete das Spiel. Nicht nur dass die deutschen Frauen durch vier Verletzungen mit insgesamt geschwächtem Kader das Turnier beendete. Insgesamt zeigte sich hier trotz Einsatzfreude und passender Einstellung erneut die fehlende gemeinsame und internationale Spielerfahrung.
Dies sieht auch Trainerin Susanne Wiedemann „Es ist klar, dass es noch weitere Meilensteine zu erreichen gibt. Der Weg dorthin führt für dieses Team über Spielerfahrung, die Mannschaft muss die Gelegenheit bekommen noch weiter zu wachsen." Doch auch wenn sie als Trainerin immer auch das Verbesserungspotential sieht, ist Susanne Wiedemann mit der Leistung der Mannschaft am vergangenen Wochenende mehr als zufrieden „Die Mannschaft hat sich in sehr kurzer Zeit ausgezeichnet entwickelt. Vor allem die hohe Flexibilität, Konzentration und Anpassungsfähigkeit der Mannschaft stimmte während des gesamten Wochenendes und hat mich immer wieder überzeugt.“
Es spielten (Foto v.l.n.r. beginnend mit den stehenden Spielerinnen): Agnes Korsakas (SC Neuenheim), Friederike Kempter (Heidelberger RK), Kirsten Schwekendiek (FT Adler Kiel), Hanna Roeloffs (FT Adler Kiel), Sonja Schumacher (FC St. Pauli), Moa Wejle (Stockholm), Brenda Weinel (ASV Köln), Ninja Duri (FC St. Pauli), Jana Eisenbeiß (Heidelberger RK), Manuela Wiedemann (FC St. Pauli), Anna Bretenfeld (FC St. Pauli), Jenny Naruhn (RU Marburg)
geschrieben von: Katharina Oebbecke
Di, 19.5.2009
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15er-EM in Schweden: Auftaktspiel gegen Spanien
Die deutsche Nationalmannschaft im Spiel gegen Spanien in Stockholm © Bärbel Glass
Mit einem ernüchternden 74:0 endete das Spiel Spanien gegen Deutschland. Doch das deutsche Team hat keine Zeit für Niedergeschlagenheit: Bereits Mittwoch geht es weiter mit dem Spiel gegen die Italienerinnen.
Die Zahlen sprechen sicherlich nicht für die deutsche Mannschaft nach diesem Spiel gegen Spanien: Endstand 74:0 für Spanien; Halbzeitstand 34:0, deutscher Ballbesitz nur in ca. 10 bis 15 Prozent der Spielzeit. Das Resultat eines Spieles, in dem die spanische Mannschaft physisch und technisch überlegen war. Schon nach eineinhalb Minuten erzielt sie die ersten Punkte durch einen Straftritt, ein erster spanischer Versuch folgt wenige Minuten später. Trotz guter Verteidigungsarbeit der deutschen Frauen gelingt den Spanierinnen zehn Minuten später erneut der Durchbruch. Im weiteren Verlauf des Spiels zeigt sich deutlich die spanische Überlegenheit. Der Tabellensechste der letzten EM konzentriert sich auf seine Stärken und gelangt ein ums andere Mal ins deutsche Malfeld. Die deutschen Frauen bekommen wenige Chancen; die wenigen, die es gibt können sie nicht in Punkte umsetzen.
Doch es gibt auch Positives zu vermelden: Die über längere Strecken gute Verteidigungsarbeit des deutschen Teams zeigt das Potential, das in der Mannschaft liegt. Und vor allem beeindruckte der Team- und Kampfgeist unserer Frauen - auch gegenüber einem Gegner, der nach dem ersten Spieltag klarer Favorit für das WM-Ticket im deutschen Pool ist.
Jetzt gilt es für die Mannschaft die Niederlage vom Sonntag schnellstmöglich zu verarbeiten. Die Videoanalyse des Spanien-Spiels und die möglichst genaue Vorbereitung auf die kommenden Gegner sollen hierbei helfen. Es gilt sich bis Mittwoch erneut für ein Spiel gegen ein starkes, klar favorisiertes Team zu motivieren:
Gegner Italien verpasste als sechster der Six Nations 2009 mit teilweise sehr knappen Ergebnissen die direkte Qualifikation zur Weltmeisterschaft. Deshalb muss es in Schweden „nachsitzen“, wo es sich über einen ersten Platz im Pool doch noch die WM-Qualifikation sichern kann. Durch eine – überraschende – Niederlage gegen Gastgeber Schweden im ersten EM-Spiel stehen die Italienerinnen allerdings unter Zugzwang. Um sich in der Tabelle vor das spanische Team zu setzen reicht es für Italien nicht nur gegen Deutschland zu gewinnen, sondern es muss sich am kommenden Mittwoch (Ankick 16:00 Uhr) auch jeden möglichen Punkt sichern. Und angesichts der Spielergebnisse der deutschen-italienischen Begegnungen im Frauenrugby in den vergangenen Jahren wird die Übermacht-Stellung der Italienerinnen umso deutlicher: Alle fünf Spiele hat Deutschland verloren; zuletzt mit einem 0:52 im Halbfinale des EM-Turniers 2005. Die Mails aus Schweden zeigen jedoch, dass die deutschen Frauen sich trotz dieser schlechten Prognose kämpferisch zeigen. Sie wollen spielen, zusammen spielen und ihr Bestes geben!
Im Spiel gegen Spanien spielten: Mittelstädt, Lorenz, Wagner, Otto, Augner (65. Köhler), Ripperger, Straub (41. Becker) Neubert (65. Stamos), Beckenbach, Kropp, Stone, Hess, Völker, Apfel, Durst (Captain)
Als Reserve waren dabei: Stamos, Cole, Köhler, Becker, Müllenbroich, Cless, Stolz, Schwinn, Vollenkemper
geschrieben von: Katharina Oebbecke
Mo, 18.5.2009
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